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Wir hatten uns ja schon relativ schnell damit abgefunden, dass es in Erkelenz wohl eher kein Bauhaus-Stil werden wird. Die Bebauung mit zwei Vollgeschossen und Flachdach war einfach nicht vorgesehen. Aber ein langweiliges Satteldach-Haus mit Giebel zur Straße, Klinker und die Häuserflucht direkt angrenzend an den Bürgersteig... ?! Nein, bitte nicht!

Wir befanden uns also schon relativ lange auf der Suche. Haben einige Bestandsimmobilien besichtigt (immer mit dem Ergebnis, dass selber bauen uns genauso viel kosten würde, wenn wir die Immobilien so umändern würden, wie wir sie energetisch und optisch gerne hätten), mit einigen Häusle-Bauern gesprochen (Fertighäuser wie auch Massiv-Bauweise, wir waren offen für alles), hatten viele eigene Pläne geschmiedet und wussten mittlerweile vielleicht schon viel zu genau, was wir wollten und vor allem, was wir nicht wollten.

Selbst von der ursprünglichen Grundvoraussetzung, dass es ein freistehendes Haus sein sollte, hatte ich mich bereits insgeheim verabschiedet. So kam es, dass wir uns irgendwann Anfang des Jahres bei einem gewissen Herrn Sommer im Büro einfanden. Es ging um den Neubau einer Doppelhaushälfte. Eine Stadtvilla in Würfelform, mittig durchgeschnitten. Lage gegenüber der Grundschule im Wohngebiet Nord. 200qm Grundstück...

Kurz: Suboptimal! Ich WOLLTE einfach diese Doppelhaushälfte nicht. Die Technik mochte noch so verlockend sein. Die Bilder sahen ja auch gut aus... Aber irgendwie wollte ich nicht damit warm werden, dass wir ein "halbes Haus" bauen lassen. Einen siamesischen Zwilling ohne jede Individualität.

Am Ende des Termins fragte ich eher beiläufig und schon etwas hoffnungslos: "Ein anderes Grundstück für ein freistehendes Haus haben Sie nicht zufällig, oder?!" Und dann kam eine Antwort, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte. Es gab tatsächlich die Möglichkeit über einen Bekannten dieses Herrn Sommer ein Grundstück ein paar Straßen weiter zu erwerben. Sollten wir denn endlich Glück haben?